Dorfentwicklung

Ausgangssituation und Entwicklungsoptionen

Das ehemalige „Grenzdorf“ Gompertshausen hatte unter seiner „Randlage“ und Abgeschiedenheit bis zur Wiedervereinigung Deutschlands zu leiden.
Der Zustand der vorhandenen Infrastruktur, der Straßen, Wege und Plätze war zu Beginn der Dorferneuerungsmaßnahmen im Jahre 1993 sanierungsbedürftig.
Ein Großteil der im Gemeindebesitz befindlichen Gebäude litt unter den jahrelang vernachlässigten Unterhaltsmaßnahmen.
Räumlichkeiten zur Gestaltung eines ausgeprägten Vereinslebens waren unzureichend oder nicht vorhanden.

Mit den seit 1993 geplanten Konzeptionen wurden ab 1994 Dorferneuerungsmaß- nahmen zur strukturellen Entwicklung eingeleitet und Fördermittel zur Mitfinanzierung der Sanierungsmaßnahmen gezielt eingesetzt.
Kernpunkt der ersten Planungen war die Ausarbeitung eines Gestaltungskonzeptes für den gesamten Ortskern.

Derzeitig laufende Umgestaltungsprozesse im Dorf umfassen alle Bereiche
der Ortsstruktur und der unmittelbaren ländlichen Umgebung.
Neu entwickelte Konzepte versuchen möglichst viele Wünsche und Ideen aufzugreifen, um wichtigen Anforderungen an den notwendigen Strukturwandel gerecht zu werden.

Die Dorfentwicklung in Gompertshausen ist ein dynamischer Prozeß.
Das gemeinsame Bestreben aller Beteiligten ist es, die Verschönerung des Ortes fortlaufend zu gestalten und dabei das natürliche Umfeld zu erhalten.
Tiefe Verbundenheit der Bürger mit der eigenen Gemeinde beweist das bisher gezeigte Engagement.
An der Verwirklichung von Zukunftsprojekten wie der geplanten Kulturscheune Dreiseithof oder der Einbindung des Grenzmuseums in die „Straße der deutschen Einheit“ wird schon heute gezielt gearbeitet.
Die Gemeinde Gompertshausen wird die Zukunft aktiv gestalten.

Gesetzte und geplante Dorfentwicklungsmaßnahmen

Bereits seit 1993 werden in Gompertshausen Maßnahmen zur Dorfentwicklung realisiert, die strukturelle, funktionale und gestalterische Mängel der Gemeinde zu beseitigen suchen.

Die Dorfentwicklungsplanung wird seither ständig weitergeführt und aktualisiert.
Das seit dem 07.03.2000 laufenden Verfahren zur Flurbereinigung bringt zusätzliche positive Impulse für die Weiterentwicklung der Land- und Forstwirtschaft, der Gewerbetreibenden sowie zur Verbesserungen des persönlichen Wohnumfeldes der Bürger.
Mit dem gewähltem Dorferneuerungsbeirat und der Teilnehmergemeinschaft werden ortsspezifische Probleme beraten und in den aktuellen Konzeptionen berücksichtigt.

Insgesamt wurden in der Gemeinde von 1993 bis 2003 ca. 1,384 Mio. Euro für Dorferneuerungsmaßnahmen investiert.
Etwa 908.000 Euro für die Gemeinde und ca. 475.000 Euro für private Antragsteller konnten aus Fördermitteln zur Verfügung gestellt werden.

Es wurden und werden denkmalgeschützte Gebäude wie z. B. der Dreiseithof oder das Backhaus saniert. Vor allem aber auch Maßnahmen an öffentlichen Gebäuden und Anlagen wie dem Brauhaus oder dem Kriegerdenkmal sind Bestandteil der Dorferneuerung.
Weitere Maßnahmen beziehen sich auf die Entwicklung der Dorfökologie (Gewässer, Grün – und Baumbestand, Neupflanzungen und umgebende Flur)
Die Entwicklung der Infrastruktur des Straßen- und Wegesystems ist unverzichtbarer Bestandteil der Dorfentwicklung in Gompertshausen.
Privatmaßnahmen zur Sanierung von Wohnhäusern oder für das Ortsbild typischen Gehöftanlagen werden ausreichend berücksichtigt und durch die Gemeinde gefördert.
Die zahlreichen aktiven Vereine im Ort profitieren gleichfalls von den Fördermitteln zur Dorferneuerung.
Alle im Ort ansässigen Handwerksbetriebe erhalten Unterstützung, um vorhandene Arbeitsplätze zu sichern. Ebenso werden Möglichkeiten für die Neuansiedlung von Betrieben entwickelt, so dass neue Arbeitsplätze entstehen können.

Bei allen Dorfentwicklungsmaßnahmen genießt die Erhaltung der regional- und ortstypischen Bausubstanz und deren Umfeld höchste Priorität, die vorhandenen ländlichen Strukturen dürfen nicht verloren gehen, sondern sollen durch die Dorferneuerung weiter gestärkt werden.
Nur so kann Gompertshausen seine Attraktivität behalten und langfristig als Wohnstandort gesichert werden.